Rebecca Mahnkopf ist 1979 in der niedersächsischen Kleinstadt Bückeburg geboren und im Fürstentum Schaumburg-Lippe aufgewachsen. Nachdem sie eine Karriere als Tellerwäscherin hinter sich gebracht hatte, schaffte sie die Flucht in die Großstadt über Melbourne und Hamburg bis schließlich nach Berlin. Bei SPIEGEL TV wollte sie eigentlich nur ein Praktikum machen und blieb dann elf Jahre, darunter neun Jahre als Redakteurin. Für den neu gegründeten Sender XXP gab es 24 Stunden Nachrichten zu füllen, aber auch neue Konzepte und Sendungen zu entwickeln. Für SPIEGEL ONLINE musste das Web-TV etabliert, ausprobiert und umgesetzt werden.
Bei SILBERSEE FILM gab es einen Ausflug in die Werbewelt, die eine Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Detlev W. Buck, Wim Wenders, Harald Zwart und anderen ermöglichte. Bei der MASTERSCHOOL DREHBUCH half sie Oliver Schütte bei der Organisation der Drehbuch-Konferenz Scriptforum.
Das Landleben ließ Rebecca Mahnkopf noch nicht los. 2005 ging es erneut in eine Kleinstadt, diesmal in eine schwäbische. In Ludwigsburg studierte sie an der FILMAKADEMIE BADEN-WÜRTTEMBERG Drehbuch. Dank Unterricht bei Dozenten wie Stefan Dähnert, Christoph Fromm, Jan Kromschröder, Joachim Kosack und anderen war die schwäbische Enge schnell vergessen. 2009 konnte Rebecca Mahnkopf ein Stipendium der Landesstiftung Baden-Württemberg ergattern und nahm am Hollywood-Workshop an der University of California, Los Angeles, teil. Und weil man nie genug lernen kann, drückte Rebecca Mahnkopf im Februar 2016 erneut kurz die Schulbank, dieses Mal in John Trubys TV SERIES MASTER CLASS in Berlin.
Seit 2010 lebt Rebecca Mahnkopf wieder in Berlin, hat dem Landleben endgültig abgeschworen und arbeitet als Drehbuchautorin und Journalistin.
2025 wurde Rebecca Mahnkopf in den Vorstand des Deutschen Drehbuchverbands (DDV) gewählt. Als Teil des GVR-Verhandlungsteams versucht sie seitdem, Senderverantwortlichen in Deutschland ein paar mehr Groschen aus der Tasche zu ziehen – für eine strukturell bessere Vergütung von Drehbuchautor*innen. Und weil ihr kollegialer Austausch eine Herzensangelegenheit ist, betreut sie den verbandseigenen Newsletter SUBTEXT.
Ihr inhaltlicher Fokus liegt neben dem Drehbuchschreiben zunehmend auf den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Urheberrecht und narrative Autonomie. In Panels und Interviews stellt sie die Frage, die viele lieber überspringen: „KI, schön und gut – aber wem gehört die Geschichte?“
Ab Oktober 2025 geht es außerdem als Dozentin an die ifs Köln. „Nur hübsche Menschen hier – Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Weltbild gängiger KI-Software“ wird ihr erster Lehrauftrag.
Privat interessiert sich Rebecca Mahnkopf für assoziative Witzkultur, handwerkliche Prokrastination, die Lage der Nation, Gangsta Rap, fragwürdige Verkaufspraktiken auf Flohmärkten, Utopien, Dystopien, Tretboote in Schwanenform, tagesaktuelle Soziologie, die Magie der Inneneinrichtung und wie man ihrer Golden-Retriever-Hündin Scout die Leinenführigkeit näherbringen kann.